Biomüllkampagne 2020 #fehlamplatz

Der Name Biomüll täuscht – denn er kann weiterverwertet werden. ...

Eine echte Erfolgsgeschichte

Wären da nicht die Störenfriede in Form von Fremdstoffen wie 1.200 Tonnen Glas, Metall und Plastik sowie weitere 5.000 Tonnen nicht verwertbarer Stoffe, die immer wieder im Biomüll landen. 

Mit der Kampagne #fehlamplatz möchte die AWRM Bewusstsein schaffen für eine ordnungsgemäße Entsorgung von Biomüll ohne störende Fremdstoffe. Was in die Biotonne gehört und was nicht, erfahren Sie hier

 

Fragen und Antworten zur Biotonne

Muss ich eine Biotonne nutzen und warum?

Im Rems-Murr-Kreis muss der Biomüll getrennt von anderen Abfällen entsorgt werden. Zur Entsorgung können Biotonnen genutzt werden. Es ist aber auch möglich selbst zu kompostieren.

 

Brauche ich eine eigene Biotonne?

Fällt nur wenig Biomüll an, gibt es die Möglichkeit mit Nachbarn eine sogenannte "Biomüllgemeinschaft" zu bilden. Die Wohnung muss sich aber auf dem gleichen bzw. dem direkt angrenzenden Grundstück befinden. 

 

Kann ich kompostierbare Folienbeutel zur Entsorgung des Biomülls nutzen?

Die in vielen Supermärkten angebotenen Folienbeutel sind zur Entsorgung des Biomülls ungeeignet. Zwar wird damit geworben, dass die Beutel biologisch abbaubar sind. Allerdings verrotten diese viel zu langsam, so dass sie im Vergärungsprozess nicht abgebaut werden können. Beutelreste müssen nachträglich kostenaufwendig ausgesiebt werden. Das ist nicht immer möglich, so dass am Ende Reste der Tüten im erzeugten Kompost zu finden sind. Das schmälert wiederum die Qualität desselben. 

Optisch sind die Beutel kaum von herkömmlichen Plastiktüten zu unterscheiden und werden oft schon zu Beginn des Verarbeitungsprozesses aussortiert. So wird der mühsam gesammelte Biomüll separat entsorgt und ist für den Vergärungsprozess nutzlos.

 

Aber die Beutel werden doch als biologisch abbaubar zertifiziert?

Das stimmt. Die entsprechende Gesetzesnorm schreibt aber lediglich vor, dass die Beutel innerhalb von zwölf Wochen zu mindestens 90 Prozent in Teile mit einer Größe von zwei Millimetern und kleiner zerfallen müssen. Die Zertifizierung bezieht sich hierbei auf labortechnische Bedingungen. In der Realität sieht das dann meist anders aus. Die Verweildauer des Biomülls in der Vergärungsanlage ist deutlich kürzer, so dass ein Abbau der Tüten nicht erfolgen kann. 

 

Wie sieht es mit Zeitungspapier aus?

Die Verwendung von Zeitungspapier zum Verpacken des Biomülls ist unproblematisch. Geknülltes Zeitungspapier oder Eierkartons sind auch gut als Zwischenschicht geeignet, um Feuchtigkeit in der Tonne zu minimieren. Natürlich können auch Papiertüten zur Entsorgung genutzt werden. Ungeeignet sind Zeitschriften und Illustrierte aus Hochglanzpapier.

 

Darf ich Geschirr / Besteck aus biologisch abbaubaren Materialien in der Biotonne entsorgen?

Auch hier gilt, dass die Verrottung des Materials zum einen sehr lange dauert, so dass eine Zersetzung im Verarbeitungsprozess nicht möglich ist. Zum anderen werden gerade bei Bambusgeschirr oft künstliche Bindemittel zugesetzt, was einen Abbau nicht möglich macht. 

 

Kann ich Kleintierstreu in der Biotonne entsorgen?

Auf gar keinen Fall sollten Sie mineralisches Kleintierstreu in der Biotonne entsorgen. Nur rein organisches Material wie unbehandelte Sägespäne oder Stroh kann als Biomüll entsorgt werden. 

 


Videos zum Thema Biomüll

Einen informativen Film über den gesamten Weg des Biomülls bis zur Anwendung des erzeugten Kompostes als organisches Düngemittel zur Produktion von Lebensmitteln finden Sie auf der Internetseite sauberer-bioabfall.de. Der Film wurde von der GKRS, Gütegemeinschaft Kompost Region Süd e.V., produziert.

In unserem Video stellen wir Ihnen innovative Techniken zur Verwertung des Biomülls im Rems-Murr-Kreis vor. 

 

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