Nachdem bereits Habitate für geschützte Tierarten angelegt und die Zufahrtsstraße verbreitert wurde, wird als nächstes der alte Obstbaumbestand im nördlichen Deponiebereich gerodet.
Die Fläche, auf der gerodet wird, liegt bereits außerhalb der Nutzung; eine Bewirtschaftung fand seit längerem nicht mehr statt. Eine Rodung ist erforderlich, weil auch in diesem Teilbereich die Oberflächenabdichtung rechtlich vorgegeben ist. Zusätzlich werden dort Sickerwasserleitungen umfassend saniert. Dafür ist eine durchgehende Zugänglichkeit für die Maschinen und Arbeiten notwendig.
Bereits im Vorfeld der nun beginnenden Deponieabdichtung wurden auf dem Deponiegelände Maßnahmen zur Schaffung von Ausgleichsflächen getroffen. Hier stand insbesondere das Anlegen von Habitaten für verschiedene Tierarten im Fokus. Neben Hecken, die als Brutplätze für Goldammer und Dorngrasmücke dienen, wurden Flächen für mehrere Vogelarten, die Zauneidechse sowie verschiedene Schmetterlingsarten angelegt. Weitere Maßnahmen waren das Anlegen eines Teiches für zahlreiche Bergmolche, die Anlage von bepflanzten Flächen sowie das Anbringen von Nistkästen. Sämtliche Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der ökologischen Baubegleitung durchgeführt.
Ziel der Arbeiten ist eine moderne, rechtssichere Abfallwirtschaft und die langfristige Sicherung des Standortes. Die endgültige Abdichtung reduziert Sickerwasser- und Deponiegasmengen deutlich. Neben den vorgesehenen baulichen Nachnutzungen, etwa dem neuen Entsorgungszentrum, bleiben ökologische Nutzungen Bestandteil der Flächen, darunter dauerhaft angelegte Habitate für die genannten Vogel- und Reptilienarten. Dies dient dem Landschaftsbild und stärkt die Biodiversität. Für die betroffenen forstlichen Baumbestände wird an anderer Stelle ein entsprechender Ausgleich geschaffen. Die Aufforstungspläne werden gemeinsam mit den Naturschutz- und Forstbehörden erarbeitet und umgesetzt.
Der Beginn der Rodungsarbeiten ist für Ende Januar 2026 vorgesehen.