So trennen wir: Das Restabfallaufkommen im Rems-Murr-Kreis
Aktueller Stand: Der Index
So viel Restabfall wurde 2025 verbrannt und wird voraussichtlich im Jahr 2026 verbrannt werden. Die Zahlen für 2026 beruhen auf einer Hochrechnung für das gesamte Jahr.
Genauer hingeschaut: Die Analyse
Unsere aktuelle Restabfallanalyse gibt Einblick in die Zusammensetzung des Restabfalls im Rems-Murr-Kreis. Dabei wurden detaillierte Analysen des Restabfalls durchgeführt, um versteckte Potenziale für eine bessere Kreislaufwirtschaft von Bioabfällen und Wertstoffen zu identifizieren und gezielt zu erschließen.
109 kg jährlicher Restabfall pro Einwohner
Mit 109 kg Restabfall pro Einwohner und Jahr liegt der Rems-Murr-Kreis im Vergleich zu anderen städtisch geprägten Landkreisen im Mittelfeld. Der Spitzenwert liegt bei 67 kg, das Schlusslicht bei 184 kg pro Einwohner und Jahr. Das Restabfallaufkommen gilt dabei als zentraler Indikator für erfolgreiches Abfallvermeidungs- und Trennverhalten.
MEHR ALS 50% WERTSTOFFE IM RESTABFALL
Der im Restabfall entsorgte Müll wird in der Regel thermisch verwertet, also unter hohem technischen und finanziellen Aufwand verbrannt. Die aktuelle Analyse zeigt, dass weiterhin erhebliche Mengen an Bioabfällen und Wertstoffen fälschlicherweise im Restmüll landen.
Ungenutzte Potenziale: Die Wertstoffe
Die Untersuchungen machen die tatsächliche Zusammensetzung des Restabfalls sichtbar und schaffen damit eine wichtige Grundlage, um das Trennverhalten gezielt zu verbessern. Ziel ist es, möglichst viele verwertbare Materialien getrennt zu erfassen und gar nicht erst in der Restmülltonne landen zu lassen.
Wertstoffe bieten dabei erhebliche Mehrwerte: Sie können recycelt und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Bioabfälle lassen sich zudem zu Strom, Biogas, Dünger und Kompost aufbereiten und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.
Mehrwert für alle
Eine korrekte Entsorgung kann ganz einfach sein. Die AWRM bietet zahlreiche Möglichkeiten zur überwiegend gebührenfreien Abgabe von Wertstoffen. Dabei stehen zwei Ziele im Mittelpunkt: die Reduzierung der Restabfallmengen und die bessere Nutzung wertvoller Rohstoffe.
Für Bürgerinnen und Bürger entsteht daraus ein direkter Vorteil: Wer Abfälle konsequent trennt und weniger Restabfall produziert, kann eine kleinere Tonne nutzen oder längere Leerungsintervalle wählen. Dadurch lassen sich die Abfallgebühren aktiv beeinflussen.
Langfristig trägt richtiges Trennverhalten zudem zur Stabilisierung der Abfallgebühren bei. Geringere Restabfallmengen reduzieren die Kosten für die thermische Verwertung, während getrennt gesammelte Wertstoffe hochwertig recycelt und erneut in den Rohstoffkreislauf eingebracht werden können. Gleichzeitig können durch die Verwertung zusätzlicher Materialien wirtschaftliche Vorteile entstehen.
Das kann jeder tun
- Richtig trennen – von Anfang an
Bioabfall, Restmüll, Papier und Verpackungen gehören in die jeweils richtige Tonne. Eine saubere Trennung ist die Grundlage dafür, Wertstoffe hochwertig zu verwerten statt kostenintensiv zu verbrennen. - Entsorgungsangebote konsequent nutzen
Glas, Papier, Metalle, Elektrogeräte oder Verpackungen sind keine Abfälle ohne Nutzen – sie sind wichtige Rohstoffe. Wer richtig trennt, trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und Materialien erneut nutzbar zu machen. Wertstoffe können überwiegend gebührenfrei abgegeben werden: Entsorgungszentren, Wertstoffhöfe, Depotcontainer oder weitere Sammelstellen bieten sichere und umweltgerechte Wege für viele Abfälle. Hier kommen Sie zur Übersicht. - Doppelte finanzielle Belastung vermeiden
Verpackte Lebensmittel im Restmüll verursachen unnötige Mehrkosten. Sie wurden zunächst gekauft – und müssen anschließend kostenpflichtig entsorgt werden.
Aktuell machen verpackte Lebensmittel rund 3 % des Restmülls aus. Bei 109 kg Restabfall pro Einwohner und Jahr entspricht das etwa 3,3 kg entsorgten Lebensmitteln pro Person jährlich. Weniger Einweg, weniger Fehlkäufe, weniger Lebensmittelverschwendung: Wer Abfälle bereits beim Einkauf reduziert, entlastet Restabfallmengen und verbessert die gesamte Verwertungsquote. - Brandgefährliche Fehlwürfe vermeiden
Elektroaltgeräte, Akkus oder Batterien haben im Restabfall nichts verloren. Falsch entsorgt erhöhen sie die Brandgefahr erheblich – für Bürgerinnen und Bürger, unsere Mitarbeitenden sowie Entsorgungsanlagen. Zusätzlich drohen Umweltschäden durch Schadstoffe und kostspielige Betriebsunterbrechungen.
Schreiben Sie uns eine E-Mail an info@awrm.de
Weitere Informationen:
Telefon: 07151 7072-0
| Mo – Mi | 08:30 – 12:00, 13:30 – 16:00 Uhr |
| Do | 08:30 – 12:00, 13:30 – 18:00 Uhr |
| Fr | 08:30 – 12:00 Uhr |
Zum Thema
Die AWRM ist für Sie da
Die AWRM ist eine selbstständige Kommunalanstalt des Rems-Murr-Kreises in der Rechtsform einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts gemäß § 102a GemO Baden-Württemberg. Das Team unserer Verwaltung in Waiblingen besteht aus rund 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Abfälle von rund 190.000 Haushalten und 11.000 Gewerbetreibenden eingesammelt und ordnungsgemäß verwertet oder entsorgt werden.
Unser AWIKO
Zu den wichtigsten Aufgaben der Abfallwirtschaft Rems-Murr AöR (AWRM) gehört die Umsetzung einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft. Im Rems-Murr-Kreis haben wir als AWRM die hoheitliche Funktion eines sogenannten „öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers“. Das bedeutet: Wir müssen uns an verschiedene rechtliche Vorgaben halten, die uns das Bundes-, Landes- und Kommunalrecht vorgeben. Gleichzeitig kann die AWRM aber auch eigene Schwerpunkte in der Abfallwirtschaft setzen. Diese ergeben sich in der Regel aus kommunalpolitischen Zielen des Landkreises sowie den regionalen Gegebenheiten.
Ihre Abfall-App
Nutzen Sie die kostenlose Abfall-App der AWRM und lassen Sie sich auf einen Blick Ihre Abfuhrtermine anzeigen oder sich per Push-Nachricht direkt daran erinnern. Schlagen Sie im Abfall-ABC Wissenswertes zur korrekten Entsorgung nach und finden Sie den Weg zur passenden Tonne oder den Entsorgungseinrichtungen im Rems-Murr-Kreis.