Fast Fashion. Fast schon Müll.
Die Folgen
Riesige Altkleider-Berge und unnötige Umweltbelastungen.
Wer seine Kleidung länger trägt, spart nicht nur Geld, sondern schont auch wertvolle Ressourcen und vermeidet Müll.
Altkleider früher und heute
Die Herstellung von Kleidung war früher deutlich aufwändiger als heute. So war gerade die Langlebigkeit der Bekleidung ein wichtiger Aspekt. Kleine Schäden wurden behoben, Teilweise fand ein Upcycling statt, Kleidung wurde angepasst und umgenäht. War das Kleidungsstück völlig unbrauchbar konnte man z.B. das alte T-Shirt durchaus noch als Putzlappen oder für die Gartenarbeit verwenden.
Leider dominieren mittlerweile Fast Fashion und Ultra Fast Fashion den Modemarkt. Schnell wechselnde Kollektionen werden zum Schnäppchenpreis angeboten. Schnell und günstig produziert ist die Qualität der Ware meist schlecht und hält oft nur wenige Waschgänge aus. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Herstellung von Kleidung weltweit mehr als verdoppelt.
Nachhaltiger Textilkonsum
Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir heute nur so viel verbrauchen, dass die Generationen nach uns nicht eingeschränkt werden.
Neben einer umweltschonenden Herstellung von Produkten zählt hier auch eine verantwortungsbewusste Entsorgung am Ende der Nutzungsdauer.
Was bedeutet Nachhaltigkeit?
Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir heute nur so viel verbrauchen, dass die Generationen nach uns nicht eingeschränkt werden.
Neben einer umweltschonenden Herstellung von Produkten zählt hier auch eine verantwortungsbewusste Entsorgung am Ende der Nutzungsdauer.
Weniger ist mehr
Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Rohstoffe zu sparen.
Konsum reduzieren - so wird die Produktion von Neuware reduziert.
Beim Kauf von Textilien auf Siegel, die Umwelt- und Sozialstandards garantieren, achten.
Secondhand-Kleidung tragen oder Kleidung tauschen.
Kleidung möglichst lange tragen.
Fast Fashion vermeiden. Anstatt Kleidungsstücke zu kaufen, die nur für kurzfriste Trends gemacht sind, lieber in zeitlose und langlebige Stücke investieren.
Wenn möglich, defekte Kleidung reparieren (lassen).
Für einmalige Anlässe wie Hochzeiten, Partys oder andere Feierlichkeiten können Kleidungsstücke gemietet werden.
Nicht mehr genutzte Kleidung nicht wegwerfen, sondern an Secondhand-Läden oder Wohltätigkeitsorganisationen weitergeben.
Alttextilien entsorgen
Wenn doch mal was weg muss
Zur Weitergabe von gut erhaltenen Alttextilien gibt es mehrere Möglichkeiten.
- Weitergabe von Kleidungsstücken etc. über Secondhand-Shops, Kleiderbörsen, Flohmärkte oder das Internet.
- Kleiderspende an gemeinnützige Organisationen. Entweder direkt vor Ort oder über aufgestellte Sammelcontainer.
Sind Sammelcontainer bereits überfüllt, dürfen Altkleider nicht einfach abgestellt werden. Nicht nur, dass es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit handelt. Es besteht auch die Gefahr, dass die Kleidung nass oder verschmutzt wird. Eine Weiterverwendung wird hierdurch schwierig.
Stark zerschlissene, verschmutzte oder anderweitig kontaminierte Textilien sind für eine Weiterverwertung nicht geeignet und gehören genauso wie nasse oder verschimmelte Textilien in die Restmülltonne.
Welche Möglichkeiten gibt es im Rems-Murr-Kreis?
Eine unkomplizierte Möglichkeit gut erhaltene Bekleidung und sonstige Textilien anzubieten ist die Fundgrube der AWRM.
Ebenso gibt es verschiedene Organisationen, die Altkleider entgegen nehmen. Nachstehend eine Auflistung möglicher Annahmestellen. Bitte kontaktieren Sie die jeweilige Organisation oder informieren Sie sich vorab über Annahmebedingungen und Öffnungszeiten im Internet.
71522 Backnang
Sowas Backnang (Soziales Warenhaus)
Theodor-Körner-Str. 1
sowas-bk.de/sowas
Kleiderhalle des DRK-Ortsvereins Backnang
Öhringer Str. 8
www.drk-backnang.de
73614 Schorndorf
Erlacher Höhe Sozialkaufhaus Strandgut
Hohenstaufenstraße 9
www.erlacher-hoehe.de
73642 Welzheim
Erlacher Höhe Sozialkaufhaus Strandgut
Schorndorfer Straße 1
www.erlacher-hoehe.de
71364 Winnenden
DRK Kleiderstube Winnenden
Wiesenstraße 10
www.drk-winnenden.de
Altkleidercontainer
Im kompletten Rems-Murr-Kreis stehen zahlreiche Altkleidercontainer verschiedenster Organisationen bereit. Ebenso auf den vier Entsorgungszentren sowie auf den Wertstoffhöfen Korb, Leutenbach, Plüderhausen, Remshalden, Urbach, Waiblingen, Weinstadt, Welzheim und Winterbach.
Was passiert mit meinen Altkleidern?
Pro Jahr werden in Deutschland etwa eine Million Tonnen Alttextilien in Altkleidersammlungen gegeben. Die meisten Altkleider werden über entsprechende Sammelcontainer entsorgt. Was in den Containern landet wird in der Regel direkt an gewerbliche Sortierbetriebe verkauft.
Sammelcontainer gemeinnütziger Träger
Auch wenn die über Sammelcontainer entsorgten Altkleider nicht direkt bei bedürftigen Personen landen, werden durch entsprechende Verkaufserlöse gemeinnützige Zwecke erfüllt.
Sortierbetriebe für Alttextilien
In den Sortierbetrieben werden die gesammelten Alttextilien von Hand sortiert. So können die abgegebenen Textilien in Secondhand-Ware und nicht mehr tragbare Stoffe getrennt werden. Etwa 60 % der sortierten Textilien können als Secondhand-Ware genutzt werden. Was nicht mehr tragbar ist, kann zum Beispiel zu Putzlappen oder Malervlies verarbeitet werden.
Zahlreiche Informationen und Neuigkeiten zum Thema Sortierung und Recycling von Alttextilien findet man auch auf der Internetseite https://fairwertung.de.
Weitere Informationen:
Tel.: 07151 7072-099
E-Mail: chip@awrm.de
Zum Thema
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Reparieren, tauschen & günstig kaufen
Nicht immer muss ein kaputtes Gerät weggeworfen und ein neues gekauft werden. Manchmal lassen sich Dinge auch reparieren, tauschen oder kostengünstig gebraucht erwerben. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Die Repair-Cafés, Gebrauchtwarenkaufhäuser und Warentauschtage sind eine gute Möglichkeit, aus alt so gut wie neu zu machen.