Mehr Umweltschutz und Bürgerservice: Baumaßnahmen auf der Deponie Winnenden beginnen

In den nächsten Tagen beginnen auf der Deponie Winnenden die Arbeiten für die gesetzlich vorgeschriebene Oberflächenabdichtung und die im Abfallwirtschaftskonzept vorgesehene Nachnutzung des Deponiegeländes. ...

Oberflächenabdichtung 
Mit einer Fläche von über 20 Hektar ist die Deponie Winnenden die größte der ehemaligen Hausmülldeponien im Rems-Murr-Kreis. Jahrzehntelang wurde Hausmüll auf der Deponie Winnenden eingebaut, bis im Juni 2005 der Einbau eingestellt wurde. Während und nach dem Betrieb der Deponie wurde der Deponiekörper mit unterschiedlichen Schichten aus verschiedenen Böden abgedeckt und bepflanzt. Nachdem die Setzungen des Deponiekörpers zwischenzeitlich weitgehend abgeklungen sind, können nun die Arbeiten für eine Oberflächenabdichtung nach dem neusten Stand der Technik beginnen. Durch die wasserdichte Abdichtung, die auf dem gesamten Deponiekörper aufgebracht wird, wird verhindert, dass Regenwasser in die Deponie eindringt und belastetes Sickerwasser entsteht. Zudem werden durch die Abdichtung die Emissionen von Deponiegasen auf ein Minimum reduziert. 
Der Bau der Oberflächenabdichtung wird im Frühjahr 2026 beginnen.

Nachnutzung | Neubau Entsorgungszentrum
Um eine kontinuierliche Abfall- und Wertstoffannahme am Standort Winnenden gewährleisten zu können, ist ein neues Entsorgungszentrum, im südwestlichen Bereich des Deponiegeländes, geplant. Der aktuell für die Annahme von Abfällen und Wertstoffen genutzte Standort muss insbesondere deswegen aufgegeben werden, da auch dieser Geländeteil abgedichtet werden muss. Ein großer Vorteil des neuen Entsorgungszentrums wird die neue Verkehrsführung sein. Rückstaus auf der Verbindungsstraße und die damit verbundene Verkehrsbelastung sollen mit dem neuen Standort der Vergangenheit angehören. Auch einen erweiterten Service, Kundenfreundlichkeit und Komfort, will die AWRM mit dem neuen Entsorgungszentrum bieten. Der Betrieb eines Kaufhauses für gebrauchte Gegenstände, das ebenfalls am Standort geplant  wird, soll dafür sorgen, dass Dinge, die zum Wegwerfen zu schade sind, ein zweites Leben erhalten. Dem stetigen Ausbau der Kinder- und Erwachsenenbildung bei der AWRM wird ebenfalls Rechnung getragen. Das neue Entsorgungszentrum soll die Infrastruktur für die schulische Bildung in den Bereichen Abfallvermeidung und -trennung, Klimaschutz und erneuerbare Energien bieten. Zudem sind im Nachnutzungskonzept der Bau eines neuen Grüngutplatzes sowie eine Freiflächen-Photovoltaikanlage vorgesehen.

Die Deponiebaustelle
Erste sichtbare Arbeiten, die im Zuge der Baumaßnahme durchgeführt wurden, war die Anlage von Habitaten geschützter Tierarten.
Weiter geht es nun mit der Verbreiterung der Zufahrtsstraße: Um Beeinträchtigungen für die Anliefernden weitestgehend zu vermeiden, wird für die Abwicklung der Baustelle eine weitere Zufahrtsspur für den Baustellenverkehr von der Südumgehungsstraße hergestellt. Anlieferungen von Wertstoffen und Abfällen sowie der Deponiebetrieb sollen von der Baumaßnahme möglichst nicht beeinträchtigt werden. Diese vorgezogene Baumaßnahme soll in den kommenden Tagen beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.
 

Mehr zum Inhalt Weniger zum Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Ihr Kontakt

Öffentlichkeitsarbeit

Stefanie Baudy
E-Mail: pressestelle@awrm.de

Zum Thema